Hilfe aus der Luft - 2017 - Aviation-Media.com

Adnet im Salzburger Tennengau war am 19. Mai 2017 Schauplatz der größten Luftrettungsübung Österreichs. Insgesamt nahmen 15 Luftfahrzeuge und 250 Soldaten der Luftstreitkräfte an der Evakuierungsübung teil. Mit dabei waren auch mehrere Helicopter der Polizei und ein MD900 Hubschrauber des zivilen Rettungsflugbetreibers Heli Austria.

Das Szenario: 200 Menschen sind vom Hochwasser bedroht und müssen evakuiert werden. Unter anderem standen eine Windenbergung vom Dach eines überfluteten Hauses, von einer Insel sowie Kfz-Bergungen und die Rettung von in einem Keller eingeschlossenen Personen auf dem dichten Programm.

Das sei das Schwierige an einem solchen Einsatz, erklärte Thomas Straßer, Einsatzpilot und Mitglied des Einsatzstabs: „Die zahlreichen Schadstellen, die von vielen Hubschraubern auf relativ kleinem Raum gleichzeitig angeflogen werden müssen. Die höhenmäßige Staffelung der Hubschrauber mit sehr vielen Hindernissen, da muss ganz eng koordiniert werden. Die Situational Awareness ist für die Piloten dann eine besondere Herausforderung - man muss alle äußeren Einflüsse und Ereignisse im Griff haben und trotzdem den Hubschrauber steuern.“

Die durch OberstDG Peter Schinnerl sehr gut organisierte Übung wurde von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer sowie Bürgermeistern aus mehreren Salzburger Gemeinden und dem benachbarten Bayern beobachtet.

Alexander Schwarz, Mai 2017