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Einmal im Jahr wird im Rahmen der Übung „Clearwater“ die Zusammenarbeit der Feuerwehren und der Luftwaffe für Einsätze bei größeren Flächenbränden geübt. Grundlage ist ein Vertrag zwischen dem Bayerischen Innenministerium und der Bundeswehr, die eine Zusammenarbeit mit zivilen Feuerwehren im gebirgsnahen Raum vorsieht. In der aktuellen Übung ist das Hubschraubergeschwader 64 aus Laupheim mit ihren Sikorsky CH-53GA und die freiwilligen Feuerwehren aus München und Wolfratshausen mit ihren Semat F5000 Feuerlöschbehältern im Einsatz.

Hier werden 2 wesentliche Punkte trainiert:


1. das Aufnehmen des mit 5.000 Liter Wasser gefüllten Behälters. Die Feuerwehrleute am Boden müssen mit dem Helicopter vertraut gemacht werden. Annähern, Abwind berücksichtigen, Einhängen des Behälters und Entfernen vom Helicopter. Das Wasser wird dann über der markierten Fläche im Zielgebiet abgeworfen.


2. Einweisung der zivilen Feuerwehr durch die Flugplatzfeuerwehr Laupheim in das Notverfahren bei unsicherer Fahrwerksanzeige im Hubschrauber. Am schwebenden Hubschrauber werden Fahrwerk-Pinns gesetzt, die eine sichere Landung gewährleisten und das Fahrwerk, z.B. durch Hydraulikdruckverlust nicht einknicken kann.


Diese Zusammenarbeit hat sich in den letzten Jahren schon des öfteren bewährt. Der Waldbrand im November 2011 am Sylvenstein Stausee konnte unter Einsatz von 2 CH-53 aus Laupheim und der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen innerhalb kürzester Zeit unter Kontrolle gebracht werden.


Thomas Ziegler, Juni 2016